Liebe Mitglieder, liebe KollegInnen und MitstreiterInnen, vor der Sommerpause möchten wir euch ein paar Anregungen rund um das Hebammenhandwerk geben und eine kurze Info, welche Auswirkung das im Juli 2026 verabschiedete GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) für Hebammen und somit für Familien hat. |
| .Vielleicht habt ihr in den letzten Tagen von dem Film Wise women gehört oder ihn schon gesehen, er ist am 9. Juli 2026 angelaufen. „Die Regisseurin Nicole Scherg begleitet fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes. Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess.“ Sehr sehenswert! |
|
|
| Hier findet ihr alle aktuellen Vorführungstermine bundesweit (etwas nach unten scrollen!) |
Genau deshalb ist es ein Meilenstein unserer Arbeit als Verein, dass das Hebammenhandwerk seit 2024 immaterielles Kulturerbe weltweit ist.

Die UNESCO Kommission feiert dieses Jahr das 75jährige Bestehen des immateriellen Kulturerbes und hat dazu eingeladen, den Bewerbungsprozess der acht beteiligten Länder, den wir mit initiiert und begleitet haben, am 28. September 2026 in Paris vorzustellen. Schreibt uns gerne per Email einige Zeilen dazu mit Datum und Name oder Anonym, die wir ins Gästebuch eintragen für euch: • Wie hat dich der Eintrag beim Immateriellen Kulturerbe weltweit der UNESCO erreicht? • Was bewegt er in dir, was hat sich in deinem Denken oder in deinem Umfeld seitdem verändert?
Uns erreichen seitdem Anfragen von Masterstudentinnen, Filmschaffenden und auch die Forschung interessiert sich für unser Kulturerbe als Ressource für eine zukunftsfähige Gesellschaft. |
|
| Ausstellung "Geburtshilfe im ländlichen Umfeld" |
Wir möchten alle Interessierte aus der Region außerdem auf eine Ausstellung im LVR Freilichtmuseum Lindlar aufmerksam machen zur "Geburtshilfe im ländlichen Umfeld", speziell im ländlichen Rheinland zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Am Samstag 26. September 2026 machen wir vom Verein gemeinsam einen Ausflug dorthin – mit Führung, Erzählcafé und einer bergischen Kaffeetafel. Gäste (eigene Anreise) sind willkommen, wir bitten aber um vorherige Anmeldung per Email mit Namen und der Anzahl der Personen (inkl. Kinder). |
| Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes |
|
Nach heftigen Kontroversen hat der Bundestag die von der Bundesregierung vorgelegte Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am 10. Juli 2026 bewilligt. Was bedeutet dies konkret für die Situation der Geburtshilfe? Für Hebammen und die Geburtshilfe bringt das Gesetz kritische Einschnitte:
- Strikte Honorardeckelung: Freiberufliche Hebammen müssen fürchten, dass ihre Vergütungssteigerungen an die Grundlohnrate gekoppelt und in den Jahren 2027 bis 2029 sogar um 1 % darunter gedeckelt werden. Die Rahmenbedingungen für die nächsten Vertragsverhandlungen zum Hebammenhilfevertrag werden sich nochmals erschweren.
- Einschnitte in Kliniken: Für Kreißsäle ist eine Deckelung des Pflegebudgets auf dem Stand von 2026 vorgesehen. Kliniken werden perspektivisch Personal einsparen müssen, Stellen werden nicht nachbesetzt, die Bezahlung von Praxisanleitern sowie Hebammen auf den Wochenbettstationen wird ab 2027 noch enger.
Diese Maßnahmen sind existenzbedrohend und werden die Versorgung von Schwangeren und Familien weiter verschlechtern. |
Unterstützt bitte weiterhin unsere Arbeit mit eurer Spende, wir freuen uns über jeden Beitrag. Spende direkt (über den QR-Code) oder überweise an: IBAN: DE40 3705 0198 1929 7602 78 BIC: COLSDE33XXX |
| |
Allen einen erholsamen Sommer - wir freuen uns auf euch nach der Sommerpause,
herzlichst Eure/Ihre Hebammen für Deutschland
|
|
|